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Die Gründung der BEG erfolgte im Herbst 2002 durch
vier Mitglieder des im westfälischen Bocholt
ansässigen Vereins zur Erhaltung und Förderung des
Schienenverkehrs e.V. (VEFS)
Der Personalbestand der BEG umfasst neben den
beiden Geschäftsführern derzeit fünf Mitarbeiter,
davon drei im Eisenbahnbetriebsdienst und zwei in
der DB-Agentur. Weiterhin stehen einige
Aushilfskräfte und
freie Mitarbeiter bereit.
Am 16.02.05 erhielt die Gesellschaft die Genehmigung
zur Erbringung von Schienenverkehrsdiensten im
Güterverkehr durch das Ministerium
für Verkehr, Energie und Landesplanung des
Landes Nordrhein Westfalen. Dazu kam am 19.10.2005
die Genehmigung für den Personenverkehr und am
06.03.2007 die Sicherheitsbescheinigung durch das
Eisenbahnbundesamt. Die
Eisenbahnbetriebsleiterdienstleistungen kauft die
BEG bei der Häfen und Güterverkehr Köln AG ein.
Dadurch bedingt hatte das Unternehmen seinen
offiziellen Sitz zunächst in Köln. Als im Oktober
2005 das Reisezentrum der DB im Bahnhof Bocholt als
DB-Agentur übernommen wurde, wurde auch der
Unternehmenssitz hierher verlegt.
Bekannt wurde die BEG durch die Einbindung in das
Logistikkonzept Smirnoff Ice on Rail. Für den
italienischen Getränkehersteller Diageo plc. wurden
im Zeitraum Dezember 2002 bis April 2004 Spirituosen
- überwiegend das Trendgetränk Smirnoff Ice - vom
Produktionsstandort in Italien zum Zentrallager des
Logistikunternehmen Fiege in Bocholt gefahren. Die
BEG übernahm innerhalb dieser Transportkette die
Beförderung der Züge zwischen dem Bahnhof Bocholt
und dem Fiege Zentrallager. Nachdem bis ins Jahr
2003 zunächst durchschnittlich ein Ganzzug pro Woche
von Italien nach Deutschland eingelegt war,
verkehrten ab 2004 deutlich weniger Züge, nachdem
aufgrund der politisch gewollten Umstellung auf
Mehrwegflaschen in Deutschland die für den hiesigen
Markt bestimmten Mengen in Italien lediglich
vorproduziert und dann zur Endproduktion in eine
Diageo - Niederlassung in der Nähe von Brüssel
überstellt wurden. Da diese Niederlassung in Belgien
keinen Gleisanschluss besitzt, erfolgen die
Transporte des fertigen Produktes von dort nach
Bocholt per LKW. Der letzte Zug zwischen Italien und
Bocholt verkehrte am 05. April 2004.
Mit Wirkung vom 07.02.2005 übernahm die BEG im
Rahmen einer Kooperationsleistung von der Railion
Deutschland den Rangierverkehr im Bahnhof Emmerich.
Gleichzeitig wurde durch eine Umstrukturierung der
benachbarten Railion Nederland deren Standort
Arnheim aufgegeben. Die Bedienung der verbliebenen
Güterkunden dort wurde ebenfalls durch die BEG
übernommen. Dies sind die Niederlassung der Corus
Group in Arnheim, die mit Coils versorgt wird und
die British American Tobacco (BAT) in Zevenaar, die
von hier Tabakwaren in den Export bringt.
Von Anfang an kam wegen der Zugleistungen zwischen
Emmerich und Arnheim eine auch in den Niederlanden
zugelassene deutsche Lok, eine V 60 West zum
Einsatz. Mit der ehemaligen V 664 der
Mittelweserbahn konnte die BEG nach verschiedenen
Leihloks im Mai 2006 eine erste eigene Lok erwerben.
Wegen des grenzüberschreitenden Einsatzes bekam sie
ihre alte DB-Nummer 360 608-4 zurück. Anfang März
2007 wurde dann noch die von der EfW erworbene 360
109-3 in BEG-Farben in Dienst gestellt. Beide Loks
wurden mit 10-Bar-Leitung ausgerüstet um für die
Planeinsätze und im Bau- und Arbeitszugdienst
flexibel einsetzbar zu sein.
Seit Januar 2006 ist die BEG zudem als alleiniger
Frachtführer im überregionalen Güterverkehr tätig.
Für die Norddeutsche Affinerie AG, Europas grössten
Kupferproduzenten und weltweit grössten
Kupferrecycler, werden zwischen deren Werk in Lünen
und Hettstedt, dem Sitz der Mansfelder Kupfer und
Messing GmbH, sogenannte Kupferkathoden in zwei
wöchentlich verkehrenden Zügen transportiert. Hierzu
kam neben zehn grossen Schiebewandwagen der
Transwaggon eine Lok der Bauart V 100 West zum
Einsatz. Nachdem dies zunächst die 1354 der
Mittelweserbahn war,
fuhr seit Mai 2006 die 212 325-5 der TSD im
leihweisen Einsatz für die BEG. Mit der Ablieferung
der 202 271-3 durch die ALSTOM Lokomotiven Service
bekam die BEG am 19. Juli 2007 endlich eine eigene V
100 und die Zeit der Leihloks ging zu Ende. Die 202
übernahm sofort den Kupferverkehr und kommt
ausserdem für Arbeitszüge zum Einsatz.
Ab dem 01. Mai 2007
übernahm die BEG zusätzlich die Bedienung auf
dem Gleisnetz des Emmericher Hafens. Nachdem wegen
der dort gehandhabten Gefahrgutwagen die BEG die
Wagen für die Hafenbahn ohnehin schon länger bis in
den Containerhafen brachte,
wurde nunmehr die Gesamtbedienung übernommen.
Damit entfällt eine weitere Schnittstelle und die
BEG bestreitet nun den Rangierverkehr für Güterwagen
im gesamten Bereich Emmerich allein.
Neu hinzu
kam auch die Bedienung des Bahnhofs Bocholt.
Im Einzelwagenverkehr für Bocholt bestimmte Wagen
werden über Emmerich gelenkt. Von hier aus bedient
die BEG ab 03.Mai 2007 zweimal wöchentlich den
Bahnhof Bocholt in Eigenverantwortung. Hauptsächlich
werden zunächst Stahlwaren für die am Bocholter
Bahnhof ansässige Firma Elsinghorst befördert.
Seit Herbst 2007 ist die BEG zudem verstärkt im
Rohholzverkehr für die Salzburger Eisenbahn
Transportgesellschaft (SETG) tätig. Neben dem
Bahnhöfen Neheim-Hüsten, Brilon-Wald und
Flandersbach wird vor allem der Bahnhof Hemer
regelmässig zumeist mit der 202
angefahren.
Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 ergaben sich
für die BEG wesentliche Änderungen in der
Kooperationstätigkeit für die Railion: Da durch eine
Konzernentscheidung grundsätzlich keine
Zigarettentransporte mehr durchgeführt werden,
endete die Bedienung der BAT in Zevenaar zum
15.11.2007. Zum Fahrplan-wechsel übernahm die
Railion auch die Bedienung der Corus in Arnheim von
der BEG zurück. Gleichzeitig halten nunmehr wegen
der Eröffnung der Betuwe-Route die Züge, die bisher
die Wagen für Emmerich aus dem Knoten Oberhausen
brachten und abfuhren, nicht mehr hier. Die BEG zog
daher die in Emmerich hinterstellte V 60 ab und
fährt seitdem werktäglich mit dieser Lok selbst von
Oberhausen-Osterfeld-Süd nach Emmerich, bedient die
Anschlüsse und bringt die Ausgangswagen nach
Oberhausen-West. Für kurzfristige Einsätze in
Emmerich verbleibt dort die 323 820-1. Diese hat die
BEG vom Verein zur Erhaltung und Förderung des
Schienenverkehrs e.V. (VEFS) Bocholt langfristig
angemietet.
Da im Fahrplanjahr 2008 die im Kupferverkehr zu
bewegende Tonnage erheblich ansteigen wird, ist die
bisher hier eingesetzte 202 271-3 leistungsmässig
nicht mehr ausreichend. Die BEG hat daher mit
Wirkung vom 01.01.2008 die 221 135-7 der Rail4U,
Barbara Pirch, zugekauft. Nach Übergabe der Lok bei
Arriva in Neustrelitz am 04.01. wurde sie zur
Umlackierung bei den Eisenbahn Werkstätten Krefeld
GmbH (EWK) in das dortige Bw verbracht. Nach dem
Roll-Out in den neuen Farben am 16.01. bespannte die
Lok in der folgenden Nacht sogleich einen Zug mit
1000 Tonnen Gewicht, den sie störungsfrei nach
Hettstedt brachte.Im
Zuge des Ansteigens der Gesamttonnage im
Kupferverkehr wurden auch die zehn
Grossraum-Schiebewandwagen der
Transwaggon durch
vierzehn Res-Wagen der Firma
D.P.M.C Wagoncare aus
den Niederlanden
ersetzt.
Die im Kupferverkehr freigesetzte 202 271-3 wird ab
dem 21.01.2008 u.a. zweimal wöchentlich zwischen
Emmerich und dem Dormagener Bayerwerk unterwegs
sein. Hier übernimmt die BEG einen Zubringerverkehr
mit Grundstoffen für ein Emmericher
Chemieunternehmen im Auftrag der Chemion, die diese
Leistung bisher selbst abwickelte.
Unsere
360 109-3 ist
seit Mitte Juni an die BSM, Bahnen der Stadt Monheim
GmbH, vermietet. Hier kommt sie vor allem für
Rangierarbeiten in Düsseldorf Hbf zum Einsatz, die
die BSM dort für DBAutozug
im Rahmen der Zugbildung von Autoreisezügen
erbringt. Die beiden
BSM-eigenen Loks hatten zuvor einen Unfall
und fallen längerfristig aus.
Zum 01.09.2008 wird unsere DB-Agentur durch einen
anderen Betreiber in gleicher Form übernommen. Da
wir uns nunmehr voll auf Eisenbahn-Güterverkehre
konzentrieren wollen, geben wir diesen
Geschäftszweig auf. Wir danken unseren Kunden für
Ihre Treue und das entgegengebrachte Vertrauen.
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