Krefelder Zeitung
vom 19.01.2008:
KREFELDER STADTGEFLÜSTER
Stahlross in Orange: Von Krefeld durch
die Republik
Eine alte Lok wurde in
Eisenbahn-Werkstatt hergerichtet.

| Guido Lohscheller
(l.) und Andreas Domke vor ihrer neuen Lok. |
Krefeld. Mit diesem Zug könnten
Hollands Fußballer im Sommer zur EM fahren. Knallig orange ist die Diesellok
der Bocholter Eisenbahn, die am Mittwoch in den Krefelder
Eisenbahn-Werkstätten ihrer Bestimmung übergeben wurde. Seit knapp zwei
Wochen haben Thomas Hühn und sein Team die alte Lok, Baujahr 1967, instand
gesetzt und in den Farben des Unternehmens lackiert. „Wir lassen unsere vier
Loks in Krefeld warten, weil wir hier einen optimalen Service geboten
bekommen“, sagt Guido Lohscheller, Geschäftsführer der Bocholter
Eisenbahngesellschaft.
Die neue alte Lok stand schon früher lange im
Krefelder Lokschuppen. Von 1993 bis 2003 hatte Lokführerin Barbara Pirch das
Gefährt von hier aus eingesetzt. Anfang Januar kaufte die Bocholter
Eisenbahn den Schienenriesen für gut 750000 Euro. „Wir haben fast zwei
Wochen durchgearbeitet, täglich von acht bis 22 Uhr, auch am Wochenende“,
sagt Thomas Huhn. Denn die Zeit drängte: Bereits Mittwochabend hatte die Lok
ihre erste Fahrt von Lünen nach Hettstedt in Sachsen-Anhalt, um Kupfer zu
transportieren.
17.01.2008
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