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Presse
Kleiner Grenzverkehr
Der kleine Grenzverkehr liegt seit dem 01.02.2005 u.a. in den Händen von
Andreas Domke. Gemeint ist hier der Schienengüterverkehr zwischen Emmerich und
Zevenaar bzw. Arnhem auf der niederländischen Seite.
Andreas Domke ist einer der Railion Triebfahrzeugführer, die schon vor Jahren
im grenzüberschreitenden Güterverkehr zu unseren Nachbarn in die Niederlande
gefahren sind. Er kennt sich also auch auf der anderen Seite der Grenze gut aus.
Seit dem 01.02.2005 hat er sich bei Railion Deutschland beurlauben lassen, um
bei der Bocholter Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) als Triebfahrzeugführer zu
arbeiten. Railion Züge fährt er also derzeit nicht.
Die BEG hat sich entschlossen, u.a. mit seiner Unterstützung den
Einzelwagenladungsverkehr im Grenzbereich beider Railion Bahnen abzuwickeln.
Dazu hat die BEG einen Rahmenvertrag über die Zusammenarbeit mit der Railion
Deutschland AG (Railion Zentrale und CZ Duisburg) abgeschlossen. In diesem
Vertrag sind allgemeine Dinge der Zusammenarbeit geregelt. Geschäftsführer der
BEG ist Guido Lohscheller.
Andreas Domke betont ausdrücklich, dass die BEG in Kooperation und nicht in
Konkurrenz zu Railion Deutschland arbeitet. Beide Parteien möchten auch ihre
vorliegenden Informationen zu den Konkurrenten auf der Straße oder im Bereich
der Binnenschifffahrt austauschen und bündeln.
Die Einzelheiten der Betriebsabwicklung sind in einem separaten
Einkaufsvertrag beschrieben. Dazu gehören das Kuppeln und Schlauchen, die
Annahme von Gefahrgutsendungen, die Tätigkeiten als Wagenprüfer G, die
Zugvorbereitungsaufgaben und das Aussetzen von nicht lauffähigen Schadwagen. Die
PVG Arbeiten werden von einem Railion Mitarbeiter übernommen.
Über die Zusammenarbeit mit unserer Partnerbahn Railion Nederland im Raum
Arnhem wurden separate Vereinbarungen getroffen.
Im Groben sieht der Betriebsablauf wie folgt aus:
Andreas Domke fährt mit einer Lokomotive nach Arnhem und stellt der Firma
Corus Aluminium täglich ca. 3 mit Coils beladene Wagen zu. Diese Wagen waren
zuvor auf dem Weg von Beverwijk einem Zug nach Hagen mit gegeben und in Emmerich
abgehängt worden. Leerwagen aus dem beladenen Eingang vom Vortag nimmt er mit
nach Emmerich, wo sie den Kollegen von Railion Nederland zur Rückführung nach
Bevewijk übergeben werden. Hierbei handelt es sich um interne Verkehre von
Railion Nederland.
Auf der Rückfahrt nach Emmerich „besucht“ er den Gleisanschluss der Firma
British American Tobacco in Zevenaar. Dort holt er werktäglich 4 – 8 mit
Zigaretten beladene Güterwagen ab. Diese Wagen werden in Emmerich an Railion
übergeben. Von dort laufen die Zigaretten Wagen weiter nach Frankreich. Dabei
handelt es sich für Railion Deutschland um einen echten Neuverkehr.
Am nächsten Tag nimmt Andreas Domke für den Kunden bestellte Leerwagen mit
nach Zevenaar. Die Arbeiten in den Niederlanden sind für die Vormittagsstunden
geplant, Nachmittags beschäftigt sich Andreas Domke mit der Bedienung der
Emmericher Railion Kunden.
Die Hier kurz beschriebene Neugestaltung des kleinen Grenzverkehrs baut auf
Kontakten auf, die zu Zeiten des „Smirnoff – Zuges“ entstanden sind. Es wäre
wünschenswert, wen diese Kooperation ausgebaut würde und dem
Einzelwagenladungsverkehr weitere Neuverkehre bescheren könnte.
Franz Heumüller
© Railion Zeitung, Ausgabe Duisburg 2005 |